Stream 7: Agilität – neue Dimensionen nicht nur in Projekten

Mittwoch, 30.10.2013, Raum St. Petersburg, Ebene 2

Seit der Auflage des agilen Manifests sind schon mehr als zwölf Jahre vergangen. Agile Methoden sind auch in deutschen Unternehmen angekommen. Dieser Stream möchte sich der Bereicherung der traditionellen PM-Ansätze durch agile Ansätze widmen und dabei beleuchten, welche Entwicklungen die Firma, die Abteilungen und die Personen nehmen mussten. Gab und gibt es Grenzen agiler Ansätze? Wo genau liegen die Schnittstellen? Wo knirscht es? Welche Lösungsansätze gibt es?

Die Vorträge

Dr. Nicole Neckermann
Dr. Nicole Neckermann
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10.05-10.45 Uhr
Agilität trifft Wasserfall – wie ein Finanzdienstleister agile Projekte in ein klassisches Projektportfolio-Management integriert
Dr. Nicole Neckermann, Daimler Financial Services AG, Deutschland

Wie gelingt die erfolgreiche Einführung agiler Projektmanagement-Methoden in ein Unternehmen, das bisher klassische Software-Projekte durchführte? Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich das Projektportfolio-Management bei der Daimler Financial Services AG (DFS) seit 2012. Der Vortrag zeigt die Entwicklung und Einführung eines neuen SCRUM-basierten Projektmanagement-Frameworks in der DFS und stellt das Framework, die Schulungs- und Kommunikationsmaßnahmen sowie die bisherigen Einsatzfelder des neuen Frameworks vor.



Frank Lange
Frank Lange
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11.15-11.55 Uhr
Scrum in der Medizintechnik – dürfen wir das überhaupt?
Frank Lange, Weinmann Geräte für Medizin GmbH + Co. KG

Viele Entwicklungsprojekte scheitern, weil geforderte Ziele nicht erreicht werden – oftmals sind diese zu Projektstart noch gar nicht bekannt oder ändern sich häufig. Agile Methoden bieten hierfür Lösungsansätze. Doch sind sie auch in regulierten Märkten wie etwa der Medizintechnik erlaubt und einsetzbar? Schreiben nicht zum Beispiel einschlägige Normen die Verwendung des V-Modells zwingend vor? Der Vortrag zeigt, dass agile Methoden in keinerlei Widerspruch zu Normen und regulativen Anforderungen stehen – im Gegenteil, sie ergänzen sich ideal.



Norbert Schaffitzel
Norbert Schaffitzel
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12.05-12.45 Uhr
Die Hürden agiler Verwandlung in einer Großorganisation – Lagebericht über den langen Marsch vom Wasserfall zur Agilität
Norbert Schaffitzel, DB Systel GmbH

Der Vortrag geht der Frage nach, ob Großorganisationen überhaupt in der Lage sind, den Wandel zu agilen Softwareentwicklungsmethoden hinzubekommen. Dabei erläutert er am Beispiel einer konkreten Ausgangssituation bei der DB Systel GmbH, dem IT-Dienstleister der Deutschen Bahn AG, warum eine Agilisierung des Entwicklungsmodells als notwendig erachtet wurde und inwieweit auf der Ebene der internen Softwareprojektentwicklung das Thema eingeführt werden konnte bzw. was die erfolgreiche Einführung behindert.



Meino von Spreckelsen
Meino von Spreckelsen
Dr. Michael Hofmann
Dr. Michael Hofmann

15.05-15.45 Uhr
Einführung von Scrum im Großen – ein Praxisbericht
Meino von Spreckelsen, Heidelberger Druckmaschinen AG
Dr. Michael Hofmann, oose Innovative Informatik GmbH

Die Einführung von Scrum im Großen ist meist nicht Scrum-by-the-book. In diesem Vortrag erfahren die Teilnehmer anhand eines Praxisberichtes, wie die Einführung von Scrum und mit welchem Ergebnis in der Software-Anwendungsentwicklung der Heidelberger Druckmaschinen AG für 150 Entwickler und 18 Scrum-Teams gleichzeitig ablief: Hintergrund, Motivation, Vorgehensweise, Ergebnisse, Gelerntes.



Dr. Sascha Schorr
Dr. Sascha Schorr
Michael Schmidt
Michael Schmidt

16.15-16.55 Uhr
Anwendung von agilen Prinzipien in der Gesamtprojektsteuerung eines Großprojektes bei der DATEV eG
Dr. Sascha Schorr, DATEV eG
Michael Schmidt, DATEV eG

In einem Projekt mit zehn Mitarbeitern gibt es einen großen Erfahrungsschatz zum Einsatz agiler Methoden. Können agile Prinzipien aber auch helfen, ein Großprojekt mit über 80 Teilprojekten und 1.500 Mitarbeitern besser zu steuern, und wie kann dies konkret aussehen? Der Praxisbericht der Gesamtprojektsteuerung der Produktentwicklung der DATEV eG zeigt, wie man agile Prinzipen auf der Ebene der Produktverantwortlichen (mit je bis zu 250 Mitarbeitern) erfolgreich einsetzen kann. Das Spektrum reicht von projektübergreifenden Timeboxes bis hin zu regelmäßigen Retrospektiven auf der Führungsebene.

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